Der Titicacasee

Der auf 3.800m Höhe gelegene Titicacasee ist der höchste schiffbare See der Welt und der größte Süßwassersee Südamerikas. Die Grenze zwischen Perú und Bolivien verläuft mitten durch den See; ca. 60% des sog. „Meer der Anden“ gehören zu Perú, die restlichen etwa 40% zu Bolivien.

An den Ufern des Sees, der 15 mal so groß ist wie der Bodensee, leben eine Vielzahl von Indios, die sich in ihrem täglichen Leben und in ihrer Kultur noch viele Traditionen und Sitten ihrer Vorfahren bewahrt haben. Mit der farbenfrohen Tracht der Einheimischen erwartet den Besucher in den Dörfern am Titicacasee und auf den Inseln im See ein buntes Treiben, bei dem der Reisende einen guten Einblick in vergangene und heutige Lebensgewohnheiten der Bevölkerung erhält.

Der Legende nach war die Sonneninsel im Titicacasee (bolivianische Seite) die Geburtsstätte der ersten Inka, weshalb der See also eine bedeutende Rolle für diese alte Kultur spielt, die an unzähligen Orten in Perú allgegenwärtig ist. Die Region um den See ist jedoch nicht nur mit der Inka-Kultur tief verbunden, auch andere Kulturen wie etwa die der Aymara sind noch immer präsent.

Auf der peruanischen Seite des Sees ist Puno der Ausgangspunkt für alle touristischen Aktivitäten. Unternehmen Sie beispielsweise einen Bootsausflug auf den See und besuchen Sie dabei die Insel Taquile, die bekannt ist für die dort gefertigten Strickarbeiten, und die schwimmenden Schilfinseln der Uros-Indios.

Auf bolivianischer Seite des Titicacasees sind der bedeutende Wallfahrtsort Copacabana mit seiner schwarzen Madonna sowie die bereits erwähnte Sonneninsel die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Auf der Sonneninsel haben Besucher die Möglichkeit, heiliges Wasser aus einem Inka-Brunnen zu trinken, welches ewige Jugend und Glückseligkeit verspricht. Aber auch unabhängig davon ist die Insel einen Besuch wert!