Perú

Allgemeine Informationen


Einreisebestimmungen:

Deutsche, österreichische und schweizerische Staatsbürger benötigen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig sein und der Reisende muss über ein gültiges Rück- oder Weiterflugticket verfügen.

Klima:
Das Klima von Perú wird von dem kalten Humboldtstrom beeinflusst, der an der peruanischen Küste vorbeifließt und die vom Meer kommenden Winde abkühlt.
Lima hat eine mittlere Jahrestemperatur von 18°C, maximal 31°C im Januar und Februar und minimal 11°C von Juli bis September.
Die Küste ist regenarm. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen betragen nur 40 mm jährlich (Lima 40 – 50 mm, Lobitos 10 mm, Tacna 30 mm). Von Mai bis November tritt starke Nebel- und Wolkenbildung auf, die sogenannte „Garua“ (Nebelregen). In der übrigen Zeit des Jahres herrscht warmes, sonniges Wetter. Im Februar beträgt die durchschnittliche Temperatur an der Küste 23°C, im August 16°C.
Das Gebirge mit seinen hochgelegenen und dicht bevölkerten Tälern hat ein teils gemäßigtes, teils kaltes Gebirgsklima. Die mittlere Jahrestemperatur liegt hier in den westlichen Anden bei 14°C (Arequipa 2.353 m), im Hochland (Cuzco 3.450 m ) bei 11°C.
Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind erheblich. Eine besondere klimatische Oase bildet das Becken des Titicacasees.
Häufigere Niederschläge treten in hohen Lagen und im Norden auf. Die Regenzeit, die gleichzeitig auch die Wärmste ist, dauert von Dezember bis März. Die Schneegrenze liegt bei etwa 5.000m.
Im Regenwald gibt es einige Gebiete, die schwer zugänglich und noch kaum erforscht sind. Hier beträgt die Durchschnittstemperatur 26°C; maximal 32°C, minimal 19°C.
Die Niederschlagsmenge in der Amazonas-Ebene beträgt bis zu 3.000 mm jährlich. Die Regenzeit dauert hier von Oktober bis April. Das feuchttropische Klima wird durch den die Berge und das Tiefland überziehenden, fast undurchdringlichen Urwald bestimmt. Die größte Stadt im Dschungelgebiet ist Iquitos.

Reisezeiten / Kleidung:
Das Hochland und die Küstenregion Perús können grundsätzlich das ganze Jahr hindurch besucht werden, wobei für die Anden die Trockenzeit von April bis November die beste Reisezeit darstellt. Im Urwald sind heftige Niederschläge zwischen Dezember und März die Regel.
Für die warmen Monate (Dezember bis April) ist Sommerkleidung ausreichend, für kühle Abende eine Jacke nützlich. Im dortigen Winter (Mai bis September) ist auch warme Kleidung erforderlich.
Im Amazonasgebiet ist ganzjährig leichte Sommerkleidung aus atmungsaktiven Materialien zu empfehlen, außerdem Regenschutz und festes Schuhwerk. Bitte denken Sie auch an eine Kopfbedeckung gegen starke Sonneneinstrahlung. Sonnenbrillen und festes Schuhwerk sind überall erforderlich.

Straßenverkehr:
Das Straßennetz umfasst ca. 58.500km, wovon etwa 6.300km asphaltiert sind. Die wichtigste Straßenverbindung ist die asphaltierte Panamericana, die von Tumbes an der Grenze von Ecuador über 2.700km über Lima nach Tacna an der chilenischen Grenze führt. Da die restlichen Straßen nur zum Teil asphaltiert sind, entstehen große Staubentwicklungen. Die Straßen sind in der Regel schlecht beschildert. Einige Gebirgsstraßen sind in der Regenzeit kaum befahrbar bzw. nur mit Fahrzeugsonderausstattung zu benutzen. Touristen sollten in Perú nicht selbst Auto fahren. Das meist genutzte Fernverkehrsmittel in Perú ist der Bus. Die Buslinien werden von Privatunternehmen betrieben. Die Qualität variiert stark. Dementsprechend gibt es auch unterschiedliche Preise; diese sind jedoch in Bezug zu den großen Entfernungen und im Vergleich zu europäischen Preisen äußerst günstig. In der Regel werden die wichtigsten Orte täglich angefahren.

Gesundheit:
Bei Einreise nach Perú ist derzeit keine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben, bei Reisen in die Dschungelgebiete wird sie jedoch dringend empfohlen. Kurzfristige Änderungen der Bestimmung sind jederzeit möglich. Bitte setzen Sie sich rechtzeitig mit der Botschaft / dem Konsulat in Verbindung.
Es sind auch keine weiteren Impfungen oder sonstige außergewöhnliche gesundheitliche Vorbeugemaßnahmen nötig.
Sollten Sie in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500m reisen, vor allem entlang der Flussläufe in den Grenzgebieten zu Brasilien, Ecuador und Kolumbien sowie in den Küstenregionen nördlich von Lima, empfehlen wir Ihnen eine medikamentöse Malaria-Prophylaxe. Im südamerikanischen Amazonas-Gebiet ist es vereinzelt zum Ausbruch des Dengue-Fiebers gekommen. Aktuelle Details finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes. Körperliche Anstrengungen in großen Höhen können für Personen mit Herz- und Lungenleiden gefährlich sein. Bitte erkundigen Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrem Hausarzt. Eine schrittweise Akklimatisierung an die Höhe ist unbedingt zu beachten. Treten im Hochgebirge extremes Schwächegefühl, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf, können das Symptome einer Höhenkrankheit sein. In diesem Falle sollten Sie sich sofort in tiefere Gebiete begeben. Bei Gebirgstouren sollten Sie an die klimatischen Verhältnisse angepasste Kleidung sowie festes, knöchelumschließendes Schuhwerk tragen. Unbedeckte Hautstellen, insbesondere auch die Lippen, sind mit einem Sonnenschutzpräparat mit hohem Lichtschutzfaktor schützen. Bitte denken Sie immer an eine Kopfbedeckung.
Bitte beachten Sie, dass unzureichend erhitzte Speisen, nicht pasteurisierte Milchprodukte (z.B. Frischmilch, Speiseeis) sowie Obstarten, die nicht geschält werden können, gesundheitsgefährdend sind. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Bitte vermeiden Sie Eiswürfel in Ihren Getränken.
Ein Faustregel besagt: Nichts essen, was nicht gekocht oder geschält werden kann!

Sicherheit:
Wie überall auf der Welt steigen auch in Südamerika in Ländern mit wachsender Armut die sozialen Probleme. Besonders in den Städten sollten Sie vorsichtig sein. Stellen Sie keinen Schmuck zur Schau und nehmen Sie auf Ausflüge nicht Ihre gesamten Unterlagen und Wertsachen mit. Deponieren Sie Wichtiges und Wertvolles im Hotelsafe. Sie müssen in Perú nicht ängstlich sein, aber seien Sie auf der Hut. Unsere südamerikanischen Partner, die Sie vor Ort betreuen, sind problembewusst und treffen geeignete Vorkehrungen.

Sonstiges:
Einfühlungsvermögen, Toleranz und ein gewisses Maß an Flexibilität sind Dinge, die Sie auf eine Reise nach Perú mitbringen sollten. Erwarten Sie keinen deutschen Standard, sondern seien Sie offen für dieses Land.

Die peruanische Küche ist sehr vielfältig und reicht von einfachen Kartoffelgerichten bis hin zu leckeren Fisch- und Meeresfrüchte-Speisen. Beliebt sind zum Beispiel Cebiche (ein kaltes Fischgericht), Palta rellena (gefüllte Avocado), Lomo saltado (Geschnetzeltes mit Gemüse und Reis) oder Picante de Cuy (Meerschweinchen pikant). Außerdem lockt eine Vielzahl tropischer Früchte und dementsprechend eine riesige Auswahl fruchtiger Mixgetränke. Daneben werden verschiedene Mates (Tees) aus frischen Kräutern angeboten.

 

Weitere Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes finden Sie unter https://www.auswaertiges-amt.de/de/perusicherheit/211938.

Allgemeine Informationen finden Sie unter https://www.peru.travel/de/.