Cuenca

Die Perle des Südens

Eingebettet in eine üppig grüne Landschaft liegt Cuenca fast etwas versteckt in einem Becken in der südlichen Sierra auf 2.530m Höhe. Doch verstecken braucht sich diese Stadt wahrlich nicht: ihr historisches Zentrum zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe der Menschheit. Aufgrund ihrer gut erhaltenen kolonialen Architektur wird Cuenca von den Einheimischen gerne als die schönste Stadt ihres Landes bezeichnet und trägt deshalb auch den Beinamen „die Perle des Südens“.

Die etwa 600.000 Einwohner zählende Stadt besticht durch ihre engen, gepflasterten Straßen, die bunt getünchten Häuser mit ihren eisernen Balkonen und blumengeschmückten Innenhöfen und die zahlreichen Kirchen. Fast alle Gebäude werden überragt von den blauen Kuppeln der Catedral Nueva, der Neuen Kathedrale, die am zentralen Platz „Parque Abdón Calderón“ liegt.

Cuenca ist zudem bekannt für die Herstellung von Panamahüten, die – anders als der Name vermuten lässt – aus Ecuador stammen und nicht aus Panamá. Neben Montecristi an der Küste Ecuadors, ist die Region Cuenca der zweitwichtigste Produzent der berühmten Kopfbedeckung. In der Stadt selbst gibt es zahlreiche Geschäfte, in denen verschiedenste Modelle des Panamahuts anprobiert und natürlich auch gekauft werden können – er wird als hochwertiges Mitbringsel geschätzt. Interessant ist außerdem der Besuch einer Hutfabrik, die zugleich eine Art Museum beherbergt und wo man also vieles über die Geschichte und die Herstellung der Hüte erfährt.

Wenn Sie sich etwas länger in der Stadt aufhalten oder von Cuenca nach Guayaquil weiterreisen möchten, sei Ihnen ein Ausflug in den Cajas Nationalpark empfohlen, der sich etwa 30km nordwestlich befindet. Mit seinen etwa 250 großen und kleineren Lagunen ist der Nationalpark der Trinkwasserspeicher der drittgrößten Stadt Ecuadors und bietet seinen Besuchern trotz der teilweise sehr hohen Lage eine beeindruckende Lanschaftsvielfalt.