Patagonien

Patagonien – der Name steht für ursprüngliche und wilde Natur, die auch heute noch weitgehend unberührt ist. In den weiten Ebenen sind Guanacos und Nandus zuhause, in den Lüften schweben Adler und Kondore, in seichten Lagunen waten Flamingos und in den klaren Flüssen tummeln sich Lachse und Forellen. Ausgedehnte Grassteppen wechseln sich ab mit dunklen Wäldern, und tiefblaue Seen zwängen sich in die steil aufragende Andenkordillere, aus der riesige, uralte Gletscher die Berge herabkriechen.

Punta Arenas

Die Hauptstadt der südlichsten Region Chiles liegt am Rande der Magellan-Straße, mehr als 3.000 Kilometer von Santiago de Chile entfernt. Vom ehemaligen Handelsplatz der Schafwirtschaft hat sich Punta Arenas zu einem Industriezentrum im Süden entwickelt und ist als Stadt durchaus sehenswert. Die schnurgeraden Straßen im Schachbrettmuster mit ihren bunten blechverkleideten Häusern sind ein beliebtes Fotomotiv. Von den Aussichtspunkten am oberen Teil der Stadt bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt und die Magellanstraße. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die Plaza de Armas, die von imposanten Gebäuden aus der Zeit des Goldrauschs geprägt ist. Etwas außerhalb des Stadtzentrums ist der berühmte Friedhof mit seinen pompösen Mausoleen einen Besuch wert.
Lohnende Ausflüge in der Region sind zum Beispiel die Festung „Fuerte Bulnes“ oder die große Pinguinkolonie der Isla Magdalena, zu der eine Bootstour unternommen werden kann.

Nationalpark Torres del Paine

Im Torres del Paine Nationalpark erwartet den Besucher unberührte, wilde Natur mit steil aufragenden Felsnadeln, weiten Grasebenen, undurchdringlichen Wäldern, unzähligen Bächen, Seen und Wasserfällen. Gewaltige Gletscher wälzen sich die Berge hinab und strecken ihre weißen Zungen in smaragdgrüne Seen. Auf den Wiesen grasen Guanacos und Nandus einträchtig nebeneinander, in den Wäldern des Nationalparks wohnt der Andenhirsch „Huemul“ und auf Ihrer Fahrt durch diese fantastische Natur begegnen ihnen Gürteltiere, Kondore und mit sehr viel Glück vielleicht sogar ein Puma.
Die Namensgeber des Parks, die drei bis zu 2.850 Meter hohen „Torres“ aus Granit, recken sich im Norden des Parks in den patagonischen Himmel. Das charakteristische Gebirgsmassiv „Cuernos del Paine“ – die Hörner – ist ihr ständiger Begleiter auf der Reise durch den Nationalpark.
Auch wenn der Torres del Paine zu den beliebtesten Nationalparks Südamerikas gehört, hat man selbst in der Hochsaison von Dezember bis Februar aufgrund der Ausdehnung des Parks von fast 250.000 Hektar nicht das Gefühl, in einem überlaufenen touristischen Ziel zu sein.
Für die Erkundung dieses Highlights in Patagonien sollten Sie sich idealerweise mehrere Tage Zeit nehmen.

Kreuzfahrten Patagonien

Eine Expeditionskreuzfahrt in Patagonien ist nicht mit einer klassischen Kreuzfahrt vergleichbar. In lockerer Atmosphäre steht der Expeditionscharakter und das Erleben der Natur im Vordergrund.
Die Schiffe der Australis-Reederei fahren in 5 Tagen von Punta Arenas oder Ushuaia durch die scheinbar unendliche Berg-, Fjord- und Gletscherwelt Feuerlands und zum Kap Hoorn, der berühmten Südspitze des amerikanischen Kontinents.
Die Schiffe MS Skorpios II und MS Skorpios III entführen Sie ab Puerto Montt oder Puerto Natales in die wilde und menschenleere Natur der chilenischen Fjordlandschaften, die auf dem Landweg weitestgehend unerreichbar sind.