Chile

Allgemeine Informationen


Einreisebestimmungen:
Deutsche, österreichische und schweizerische Staatsbürger benötigen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein, der Reisende muss über ein gültiges Rück- oder Weiterflugticket verfügen.

Flughafengebühren:
Die Abflugsteuer beträgt zur Zeit für innerchilenischen Flüge ca. US$ 6,- und für internationale Flüge ca. US$ 12,50. Die Gebühr ist vor Abflug am jeweiligen Flughafen zu entrichten.

Klima:
Die Jahreszeiten sind den europäischen entgegengesetzt: In unserem Sommer herrscht Winter und umgekehrt. Wegen seiner Längenausdehnung hat Chile sehr unterschiedliche Klimazonen und damit auch je nach Region verschiedene beste Reisezeiten. Von der Wüste im Norden zu den kalten Zonen im Süden nehmen die Temperaturen stetig ab. In Nordchile herrschen an der Küste von Arica bis etwa Copiapó das ganze Jahr über ziemlich gleichmäßige Temperaturen zwischen 15 und 23 °C. Die Monate Dezember bis April sind weitgehend frei von Wolken, während in der restlichen Jahreszeit meist eine tiefliegende Wolkendecke das Land überzieht. Niederschläge sind jedoch das ganze Jahr über sehr selten. In der Atacama-Wüste herrschen typische Wüstenbedingungen mit extremen Temperaturunterschieden. Tagsüber scheint die Sonne sengend auf den ausgetrockneten Boden herab, während in der Nacht mit großer Kälte gerechnet werden muss. Niederschläge fallen keine, die Atacama wird zu den trockensten Wüsten der Welt gezählt. In Mittelchile findet sich von La Serena über Santiago bis Concepción ein sehr abwechslungsreiches Klima, das im Sommer von Oktober bis April von subtropischen Südostpassaten und Trockenheit geprägt ist. Die Temperaturen steigen auf 20 – 30 °C, während in den Monaten Mai bis September mit Niederschlägen und kühleren Temperaturen zu rechnen ist. Südchile ist stark beeinflußt vom ständigen Wechsel von Hoch- und Tiefdruckzonen. Im Winter ist mit empfindlich nasskaltem Wetter zu rechnen. Sehr niedrige Temperaturen und viel Regen und Schneefälle kennzeichnen diese Jahreszeit. Südchile kann sich mit bis zu 5000mm jährlichen Niederschlägen mit den regenreichsten Gebieten der Erde messen. Das weitgehend unberührte Patagonien, das von Gletschern und Urwäldern geprägt ist, wird im Sommer häufig von heftigen Regenschauern überzogen, während im Frühling mit eisigen Winden mit bis zu 100 km/h zu rechnen ist. Im Winter liegen weite Teile Patagoniens unter einer hohen Schneedecke.

Reisezeiten/Kleidung:
Nordchile ist das ganze Jahr über zu etwa den gleichen klimatischen Bedingungen bereisbar. Neben luftiger Sommerkleidung für die oft heißen Tage dürfen keinesfalls wärmende Pullover und Jacken für die frischen bis sehr kalten Nächte vergessen werden. Sonnenschutz wie Hut, Sonnenbrille und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor gehören unbedingt ins Reisegepäck.
Die beste Reisezeit für Santiago und Mittelchile sind sicherlich die Monate Oktober bis April, in denen es nur selten zu Niederschlägen kommt und die Tage meist klar sind. Jedoch auch im restlichen Jahr ist keineswegs grundsätzlich von einem Besuch dieser Region abzuraten. Der Vorteil der Zeit von Mai bis September liegt vor allem in Santiago darin, daß der Besucher der Sommerhitze mit Temperaturen bis zu 35°C entgeht. Ins Reisegepäck sollte von Oktober bis April die in Europa gewohnte Frühlings- und Sommerkleidung. In der restlichen Jahreszeit ist eine Kleidung empfehlenswert, die auch für unseren Herbst geeignet wäre. Die beste Reisezeit für Südchile sind die Monate November bis März. Wer Regen und niedrige Temperaturen nicht fürchtet, kann das Seengebiet von Temuco bis Puerto Montt auch in der restlichen Zeit besuchen. Dagegen sind die Regionen südlich von Puerto Montt und Patagonien nur im Sommer von November bis März bereisbar. Im chilenischen Winter sind die unwirtlichen Gebiete entweder nur sehr schwer oder wochenlang überhaupt nicht zugänglich. Leichte Sommerkleidung ist für Südchile ebenso mitzunehmen wie wärmende Pullover und Jacken für kalte Tage.

Straßenverkehr:
In und um Santiago herrscht dichter Verkehr auf einem gut ausgebauten Straßennetz. Die Hauptverkehrswege sind von Arica im Norden bis Puerto Montt im Süden befestigt, gut befahrbar und auch durchaus geeignet für individuelles Reisen mit dem Mietwagen.
Südlich von Puerto Montt ändern sich die Straßenverhältnisse rapide. Fahrten auf eigene Faust auf der teilweise sehr schlechten Carretera Austral sind auf alle Fälle nur im Geländewagen zu unternehmen und erfordern häufig große Flexibilität von den Reisenden. Eingestürzte Brücken, abgerutschte Straßenteile, halbmetertiefe Schlaglöcher und kniehohe Schlammbecken sind eher die Normalität denn die Ausnahme.
In Patagonien hingegen sind die wenigen Straßen zwar häufig nur Schotterpisten, aber zumindest einigermaßen befahrbar, so dass auch der Reisende mit dem Mietwagen die touristischen Attraktionen Punta Arenas, Puerto Natales und den Nationalpark Torres del Paine selbständig besuchen kann. Jedoch ist hier die Anmietung eines geländegängigen Fahrzeugs zu empfehlen.
Fahrten von Chile nach Argentinien mit dem Mietwagen sind zwar möglich, aber leider mit bürokratischen Hindernissen verbunden. Der Reisende benötigt für den gemieteten PKW eine zollrechtliche Erklärung, eine notarielle Beurkundung und Zusatzversicherungen. Gegen entsprechende Gebühren übernimmt der Autovermieter Hertz die Besorgung dieser Unterlagen.

Gesundheit:
Für eine Reise nach Chile sind keine Impfungen oder sonstige außergewöhnliche gesundheitlichen Vorbeugemaßnahmen nötig. Die ärztliche Versorgung ist gut. Vorsicht ist anzuraten hinsichtlich der oft extremen Temperaturen und der starken Sonneneinstrahlung in der Wüste und in den Anden. Personen mit Herz- / Kreislauferkrankungen sollten bei Touren in die Andenhochebenen über 4.000m (Lauca-Nationalpark und Tatio-Geysire in der Atacama-Wüste) vor Abreise ihren Hausarzt konsultieren.

Sicherheit:
Die Kriminalitätsrate entspricht in etwa der in Deutschland. Es bedarf keinerlei besonderer Sicherheitsvorkehrungen, lediglich ganz normale Verhaltensmaßnahmen sind empfehlenswert. So sollte man sein Reisegepäck nicht unbeaufsichtigt lassen und keine größeren Geldbeträge in bar bei sich tragen. Vor allem in Santiago muß mit Trickdiebstählen gerechnet werden.

Sonstiges:
Chile ist wahrscheinlich das am einfachsten zu bereisende südamerikanische Land. Sieht man von der mangelhaften Verkehrsanbindung des Südens ab, verfügt das Land über eine gut ausgebaute Infrastruktur, die es erlaubt, problemlos entweder mit Reiseleiter und -gruppe oder auf eigene Faust Chile zu entdecken. Reisende, die sich zum ersten Mal in Lateinamerika aufhalten, werden viele Parallelen zu den europäischen Lebensgewohnheiten feststellen und sich nicht zuletzt dadurch einfach im Land zurechtfinden. In den größeren Städten und in den Hotels stößt man zumindest auf englische Grundkenntnisse. Im südchilenischen Seengebiet ist aufgrund der Einwanderungswelle im letzten Jahrhundert noch heute die deutsche Sprache sehr verbreitet.

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